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Scheidung Online

Was gegen einen Rosenkrieg spricht

Sie hassen Ihren Partner?
Sie können Ihrem Partner nicht verzeihen?
Sie würden Ihren Partner am Liebsten umbringen?

Na, dann auf zum Rosenkrieg!

Für die Jüngeren: Schauen Sie sich den Trailer zum Film von Danny deVito an, Der Rosenkrieg,- bis dass der Tod Euch scheidet.

Hier können Sie alles erfahren, was einen perfekten Rosenkrieg ausmacht.

Normalerweise dürfte das reichen, um einen Rosenkrieg zu vermeiden.

Als Anwalt mit über 30 Jahren eigener Berufserfahrung habe ich viele Mandanten gesehen, welche bei Trennung oder Scheidung nicht loslassen und oder vergeben konnten. Sie wurden dadurch selbst krank wurden und nie wieder glücklich.

Wenn es auf einmal vom der Mandantin oder dem Mandanten heißt, es ist mir völlig egal, was das kostet,- ich will Krieg.

Dann hat da jemand ein gewaltiges Problem.

Sie können bei diesem Thema sehr viel Geld verbrennen, indem Sie wegen allem und jeder Kleinigkeit streiten und dem ehemaligen Traumpartner
die Hölle heiß machen.

Ich kann nur davon abraten.

Geht den Scheidungsrichter tatsächlich Ihr Teeservice an, Ihre Sexualpraktiken – oder Ihre Münzsammlung?

Müssen wirklich zigtausend Euro verbrannt werden, indem man versucht sein Gegenüber fix und fertig zu machen?

Wohl kaum.

Es gibt cleverere Strategien:

Stressfreie Online Scheidung. Keine häußliche Gewalt.

Gewaltschutzgesetz: Für den Erlass einer einstweiligen Anordnung genügt zunächst eine eidesstattliche Versicherung

Wird jemand von einem anderen bedrängt oder belästigt, kann dem Verhalten über das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) ein Riegel vorgeschoben werden. Da dieses Mittel naturgemäß dringlich sein kann, wird der Erlass in Form einer einstweiligen Anordnung beantragt. Ob und wie genau die erforderlichen Nachweise zu führen sind, zeigt das Oberlandesgericht Brandenburg (OLG) mit seinem folgenden Urteil auf, das eine Entscheidung der Vorinstanz auf dem Prüfstand hatte.

Ein Mann äußerte Morddrohungen gegenüber einer Frau, mit der er ein gemeinsames Kind hat. Die Frau beantragte sofort Schutz nach dem GewSchG dahingehend, dass der Mann nicht in ihre Nähe kommen und sie überhaupt nicht kontaktieren dürfe. Zum Beweis der Bedrohungssituation gab sie eine eidesstattliche Versicherung ab, in der sie im Einzelnen erklärte, was sich zugetragen habe. Das damit betraute Amtsgericht (AG) entsprach ihrem Antrag, erließ also im Wege der einstweiligen Anordnung die entsprechenden Unterlassungsgebote.

Ihre Behauptungen zum Verhalten des Mannes hatte die Frau zwar nicht ausdrücklich nachgewiesen, sondern über die eidesstattliche Versicherung lediglich glaubhaft gemacht. Doch das genügte – denn im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei es vorerst nicht erforderlich, das Gericht in Gänze zu überzeugen. Es genüge, wenn bei Würdigung des gesamten Verfahrensstoffs eine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, dass stimme, was über die eidesstattliche Versicherung an Tatsachen vorgetragen werde. Deshalb beanstandete es das OLG als Nachfolgeinstanz auch nicht, dass die eidesstattliche Versicherung dem AG für den Erlass des Kontaktverbots ausreichend erschien.

Hinweis: Die Frau hatte den Vorfall zudem auf Handy festgehalten. Das Gericht sah und hörte sich die entsprechende Aufzeichnung jedoch nicht an, weil es das nicht für nötig erachtete. Denn die Besonderheit war hier, dass sich der Vorfall sich in der allgemeinen Öffentlichkeit zugetragen hatte und die Frau dem Mann auch erklärt habe, sie werde das alles aufnehmen. Dennoch sei gewarnt vor diesem zunehmend festzustellenden Verhalten: Ein solches ist im Regelfall strafbar.

Quelle: OLG Brandenburg, Beschl. v. 06.08.2020 – 15 UF 126/20
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